Im Internet häufen
sich immer mehr Wissen und Informationen an. Umso schwieriger
wird es für den Anwender detaillierte Informationen zu
seinem Interessengebiet zu finden. Durch die Benutzung von Suchmaschinen,
auch "Search-Engines" genannt, kann die
gezielte Suche nach Informationen erheblich erleichtert
werden. Gute Suchmaschinen und deren effektive Nutzung sind
daher für den Benutzer extrem wichtig.
Der Betrieb einer Suchmaschine ist für den Betreiber nicht
gerade billig. Aus diesesem Grunde finanziert sich der
überwiegende Teil der Suchmaschinen über Werbung. Man wird
daher in allen Bereichen der Suchmaschinen mit den
verschiedensten Werbeeinblendungen bombadiert. Hierdurch wird
der gesamte Suchvorgang durch die Vielzahl der zu
übertragenden Werbedaten wie Bildern und Sound erheblich
verlangsamt. So bekommt man in der Regel zuerst die Werbung
und dann die Trefferliste zu sehen.
Die Nadel im Heuhaufen
Auch das Konsultieren eines oder mehrerer dieser dienstbaren
Geister muß nicht unmittelbar zu Ziel führen, sondern kann
sich bei falscher Vorgehensweise als genauso langwierig,
mühselig und erfolglos gestalten, als wenn man "auf
gut Glück" durch die Seiten surft.
Um nicht an eine unüberschaubare Anzahl von Suchtreffern zu
stoßen, ist daher grundsätzlich zu wissen, daß sich die
verschiedenen Suchsysteme stark in Aufbau, Funktionalität,
in den durchforsteten Internet-Bereichen und einige sogar in
Themenschwerpunkten voneinander unterscheiden.
Das Internet, unendliche Weiten ...
Der Grundaufbau der Search-Engines ist fast identisch. Sie
bestehen aus gigantischen Datenbanken, in der die
Web-Dokumente samt Ihrer Internetadresse gespeichert sind.
Erstellt und gewartet werden diese Datenbanken von
sogenannten "Robots", oder "Spidern".
Das sind Programme, die automatisch in festgelegten
Intervallen bestimmte Internet-Rechner abfragen. Die
gefundenen Dokumente werden in einen Index eingetragen, der
sich an vorgegebenen Begriffskategorien orientiert. So ist es
später möglich, über die Eingabe eines Schlüsselwortes
die entsprechenden Dokumente angezeigt zu bekommen
Aber nicht alle Suchmaschinen durchsuchen das gesamte
Internet: Einige durchforsten nur die WWW-Seiten, andere
zusätzlich noch die Newsgroups (Diskussionsforen) oder sogar
FTP-Rechner, also reine Dateiensammlungen. Hier gilt: Je mehr
Informationen die entsprechende Suchmaschine anzapft, umso
größer die Chance, das Gesuchte zu finden.
Die bekanntesten Suchmaschinen wie Lycos, Yahoo oder
Altavista gehören zu diesen eher allgemein gehaltenen
Suchsystemen. Sie stellen die mit Abstand am meisten
genutzten Recherche-Tools im Internet dar. Ihre Popularität
mag eine Zahl verdeutlichen: Lycos verzeichnete in den USA
monatliche Zugriffe in 3-stelliger Millionenhöhe.
Spezielle Suche auf Branchenservern
Eine weitere Spezies sind Branchensuchdienste. Ein solcher
für Werbetreibende und Mediaplaner findet sich z.B. unter: http://www.awi.es, ein Datenfahnder für Mediziner ist dagegen: http://www.mckinley.com/cnet.cgi?Health.
Eine dritte Form der Indexsuche sind jene zu nennen, die ganz
enge Bereiche abdecken, wie etwa die Ermittlung einer
gewünschten e-Mail Adresse. Hier ist unter anderem "Looking
4 U" zu nennen, erreichbar via
http://www.looking4u.com.
Das Ecola Tech Directory spürt hingegen
Technologieunternehmen im Internet auf: http://www.ecola.com/tech.
Aber auch Branchenindexe oder Postleitzahlensuchsysteme
fallen in diesen Bereich.
Wie also jetzt recherchieren ?
Aufgrund der sehr
unterschiedlichen Vorgehensweisen, die sich aus Art und
Umfang der Recherche sowie der gesuchten Informationen
ergeben, ist es nur schwer möglich, allgemeingültige Regeln
aufzustellen. Trotzdem lassen sich einige grundsätzliche
Tips formulieren:
Fast all diesen Suchhilfetypen ist gemeinsam, daß sich
außer der Möglichkeit der Stichwortsuche auch noch Rubriken
auf der Leitseite finden, die eine erste thematische
Einteilung der Quellen ermöglichen. Wenn etwa
Wirtschaftsinformationen gesucht werden, ist es durchaus
sinnvoll, sich erst innerhalb dieser oder einer ähnlich
benannten Rubrik umzusehen. Wer weitergehend recherchieren
will, befragt am besten zunächst eine der großen
Suchmaschinen. Um nicht von der Fülle der
"Hits", also der aufgelisteten Quellen, die
das Schlüsselwort enthalten, erschlagen zu werden, sollte
der Suchbereich möglichst exakt eingegrenzt werden. Dies
erfolgt über bestimmte Operatoren, die sich dem Begriff
voran- oder hintenanstellen lassen.
So sorgt ein Plus vor dem Schlüsselwort bei einigen Systemen
dafür, daß ausschließlich Quellen aufgelistet werden, die
auch diesen Begriff in jedem Fall beinhalten. Welche Syntax
die Suchmaschine zur Verfügung stellt, findet sich meist
hinter dem Link "Help", "Hilfe",
"Advanced Search", "eingeschränkte
Suche" oder "Search Options" respektive
"Suchoptionen". Nur durch diese Operatoren lassen
sich große Indexe sinnvoll nutzen, denn wer kann schon eine
halbe Million gefundener Quellen sichten? Gleiches gilt für
die möglichst exakte Formulierung des Suchbegriffs. Wer also
nach "Wirtschaftsdaten aus Hongkong" fahndet, der
sollte als Suchbegriff nicht nur Hongkong", sondern
zumindest "Business-Information Hongkong" eintragen, da der Suchbereich schon
eingeschränkt wird. Wie diese Begriffe miteinander richtig
zu verknüpfen sind, erfährt man ebenfalls über die oben
genannten Hilfsfunktionen.
Nur dann, wenn beide Optionen richtig genutzt werden, sind
Alta Vista und Co. wahre Alleskönner, mit deren Hilfe sich
eine effiziente und durchaus zu professionellen Ergebnissen
führende Recherche in relativ kurzer Zeit bewältigen
läßt. Wer dagegen schon zu den fortgeschrittenen
Datenfahndern zählt, der sollte auch die Nutzung von
Metasearch-Systemen nicht scheuen. Mit Hilfe dieser
Sammelbestellseiten lassen sich mehrere Suchmaschinen
gleichzeitig über eine Eingabemaske konsultieren. Zu
erwähnen wäre hier der die erste deutsche Meta-Suchmaschine
unter http://meta.rrzn.uni-hannover.de/.
Der Einsatz solcher Metasearch-Systeme hat aber
Überhaupt nur dann Sinn, wenn alle Eingrenzungsoptionen
genutzt und die Suchbegriffe exakt formuliert werden.
Ansonsten führt diese Form der Suche lediglich zu einer
nicht überschaubaren, geschweige denn verwertbaren
Datenflut. Wer sich häufiger mit Recherchen zu enger
umrissenen Themengebieten befaßt, sollte nach spezielleren
Suchmaschinen Ausschau halten. Einige interessante Links zu
diversen solchen Indexen stellt die Uni Siegen unter http://www.unix-ag.uni-siegen.de/
search/#Andere
bereit. Hier finden sich auch Verweise zu speziellen
Suchsystemen für Software, Dokumenten oder Wörterbüchern
im WWW.
Ein zusätzlicher gelungener Einstiegspunkt für die
Datenrecherche ist unter http://www.com-online.de/www/search.htm zu erreichen, da sich hier außer den
bereits erwähnten bekannten Suchmaschinen und Indexen noch
weitere, auf dezidierte Informationsbereiche konzentrierte
Search-Engines per Mausklick anwählen lassen. Sich mit den
verschiedenen Möglichkeiten der Suchmaschinen vertraut zu
machen, erfordert zwar ein wenig Übung, doch der Aufwand
wird sich letztlich durch das rasche Auffinden oftmals
wirtschaftlich relevanter Informationen per Mausklick bezahlt
machen.
Quelle: Business Online
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